Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie ist ein weltweit führendes Institut in der radioastronomischen Forschung. Die ca. 300 internationalen Mitarbeitenden und Studierenden am Institut betreiben astronomische Grundlagenforschung in Projekten und Kollaborationen mit Observatorien auf der ganzen Erde und im Weltraum. Daneben führt es technologische Entwicklungen und Detektorbau in High-Tech-Laboren vor Ort durch. Das Institut betreibt u.a. das größte Teleskop in Europa, das 100-m-Radioteleskop in Bad Münstereifel Effelsberg, das Submillimeterteleskop APEX in 5.100 m Höhe in der Atacamawüste in Chile und baut gerade das MeerKAT Teleskop in Südafrika aus.
Die Abteilung für Submm/FIR-Technologien unterstützt maßgeblich den Betrieb des APEX-Teleskops durch die Entwicklung und Bereitstellung leistungsfähiger Instrumentierung. Darüber hinaus bringt sie ihre technologische Expertise auch in die Instrumentierung weiterer Observatorien ein, unter anderem im Umfeld von IRAM, an dem die Max-Planck-Gesellschaft als bedeutender Partner beteiligt ist.
Zur Mitarbeit in der Abteilung für Submm/FIR-Technologien suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n
Physiker*in (m/w/d) oder vergleichbare Qualifikation
Ihre Aufgaben
- Entwicklung, Charakterisierung und wissenschaftlicher Einsatz neuartiger Instrumentierung für die Submm/FIR-Astronomie, insbesondere am APEX-Teleskop
- Mitarbeit an der Entwicklung und Integration kryogener Empfängersysteme und moderner Detektortechnologien, insbesondere im Bereich der Microwave Kinetic Inductance Detectors (MKIDs)
- Entwicklung und Weiterentwicklung von Software- und Datenverarbeitungssystemen für wissenschaftliche Instrumente und Beobachtungsplattformen
- Entwicklung von Echtzeit-, Kontroll- und Auslesesystemen für komplexe Empfänger- und Detektorsysteme
- Analyse, Verarbeitung und wissenschaftliche Auswertung astronomischer Messdaten
- Entwicklung effizienter Algorithmen und Softwarelösungen für Datenerfassung, Signalverarbeitung und Datenreduktion
- Mitarbeit an der Inbetriebnahme, Charakterisierung und Optimierung neuer Instrumentierung im Labor und am Teleskop
- Unterstützung und Durchführung astronomischer Beobachtungen an internationalen Observatorien
- Enge Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und technischen Gruppen an der Schnittstelle zwischen Instrumentierung, Softwareentwicklung und Astronomie
- Präsentation und Dokumentation wissenschaftlich-technischer Ergebnisse im internationalen Umfeld
Ihr Profil
- Abgeschlossenes Hochschulstudium der Physik, Elektrotechnik oder einer vergleichbaren Fachrichtung, vorzugsweise mit Promotion
- Fundierte Kenntnisse im Bereich astronomischer Instrumentierung und experimenteller Forschung
- Erfahrung in mehreren der folgenden Bereiche:
- Microwave Kinetic Inductance Detectors (MKIDs) und kryogene Detektorsysteme
- Hoch- und Höchstfrequenztechnik
- Entwicklung von Software- und Echtzeitsystemen für wissenschaftliche Instrumentierung
- Signalverarbeitung, Datenreduktion und numerische Verfahren
- Verteilte Systeme, Instrumentenkontrolle und Datenbanksysteme
- Entwicklung leistungsfähiger Algorithmen für wissenschaftliche Anwendungen
- Betrieb und Charakterisierung von submm- und THz-Instrumentierung im astronomischen Umfeld
- Erfahrung in der Entwicklung wissenschaftlicher Software, idealerweise in C/C++, Python oder vergleichbaren Programmiersprachen
- Interesse an der Verbindung von Instrumentierung, Softwareentwicklung und astronomischer Forschung
- Fähigkeit zum selbständigen und strukturierten Arbeiten in komplexen internationalen Projekten
- Belastbarkeit auch unter anspruchsvollen physikalischen Bedingungen, insbesondere bei Arbeiten in großer Höhe (APEX, 5100 m)
- Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
- Teamfähigkeit sowie sichere Kommunikation in einem internationalen Arbeitsumfeld
Zu Ihren persönlichen Stärken zählen ausgeprägte Eigeninitiative, Kreativität und hohe Einsatzbereitschaft. Sie arbeiten präzise, analytisch und zielorientiert und haben Freude daran, technische und wissenschaftliche Fragestellungen gemeinsam mit internationalen Teams zu lösen. Sie verstehen es, die Brücke zwischen moderner Instrumentierung, Softwareentwicklung und astronomischer Forschung zu schlagen.
Wir bieten
- eine unbefristete Vollzeitstelle in einem international führenden Forschungsinstitut
- eine Vergütung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD Bund), eine Jahressonderzahlung, ein vergünstigtes Jobticket (VRS), ein vergünstigtes Deutschland-Jobticket sowie eine attraktive Altersvorsorge (VBL)
- flexible Arbeitszeiten und familiengerechte Rahmenbedingungen
- ein internationales, innovatives, familienfreundliches Arbeitsumfeld in einem erstklassigen Forschungsinstitut
- vielseitige institutsinterne und institutsübergreifende Fortbildungsmöglichkeiten zur fachlichen sowie persönlichen Weiterbildung
- einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen sowie Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, Pflegeberatungsangebote sowie Angebote des Familienservices
Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht. Ferner will die Max-Planck-Gesellschaft den Anteil an Frauen in den Bereichen erhöhen, in denen sie unterrepräsentiert sind. Frauen werden deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.
Bei fachlichen Fragen wenden Sie sich gerne an Prof. Dr. Bernd Klein unter der E-Mail-Adresse: .
Wir freuen uns auf Ihre vollständige Bewerbung (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) bis zum 31.05.2026 über unser .